NIKOLA LUTZ

GraphicSound

Mit der Reihe GraphicSound erforscht Nikola Lutz seit 2006 Zusammenhänge von visueller und auditiver Wahrnehmung. Dabei kommen musikalische Grafiken als formbildendes Element für Improvisation zum Einsatz. Bislang sind neun Sammlungen grafischer Partituren sowie drei Vinylobjekte entstanden. Den Grafiken liegt ein mehrstufiger Arbeitsprozess zugrunde. Zunächst werden Details aus Fotografien vergrößert, die so gefundenen Strukturen werden in abstrakte von Hand gezeichnete Formen übertragen.

GraphicSound ist ein Improvisationskonzept mit grafischen Partituren für variable Ensembles. Durch die zeichenhaften aber nicht eindeutig kodierten Grafiken entsteht eine Fokussierung auf ein offen definiertes Material, das die improvisatorische Entwicklung von Musik kanalisiert ohne sie zu determinieren. Aus den einzelnen Grafiken entsteht eine formal variable Partitur, sie bilden eine gleichformatige Sammlung halbtransparenter Folien, die immer wieder neu zusammengestellt und überlagert werden können. Die hierarchiefreie Gleichzeitigkeit visueller und akustischer Wahrnehmung wird zur formenden Kraft für das Stück. GraphicSound führt Musiker und Zuhörer ins Grenzfeld von Kontrolliertem und völlig Freiem.

Ebenfalls Teil der Werkreihe sind visuell bearbeitete Vinylobjekte, aus denen sich diverse Konstellationen generieren lassen, die wiederum als musikalische Grafik zur Anwendung kommen können.
musikalische grafik
improvisation
ausstellung
objekt
multimodal
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