nikola lutz
GraphicSound

ist eine Konzeption von Nikola Lutz und Rebekka Uhlig zur Erforschung der Zusammenhänge von visueller und auditiver Wahrnehmung. Die Werkreihe begann 2006, seither entsteht eine Reihe von gemeinsamen Werken und Einzelwerken der beiden Künstlerinnen, die diese Konzeption weiter entwickeln und reflektieren.
2016  Nikola Lutz - GraphicSound VIII



In GraphicSound VIII hat Jörg Kallinich Zeichnungen von Nikola Lutz abermals abfotografiert und auf seine einzigartige Methode der Improvisation mit Dias übertragen. Mit dieser Technik ist er in der Lage spontan mehrfach überlagernde Bildschichten zu erzeugen, und so gemeinsam mit Nikola Lutz und Mark L. Kysela zu improvisieren. Auf diese Weise wird die Improvisationsmöglichkeit auf die Partiturentstehung ausgedehnt, somit eine fixe Komponente ganz zum Verschwinden gebracht und der Improvisationsraum wächst in eine neue Dimension hinein. Anstelle eines monodirektionalen Inputs, der über eine Reaktion zu einem Output führte, entsteht ein System bidirektionaler Wahrnehmungstrigger, eine dynamische Balance von Input und Output aller Beteiligter. Aktion und Reaktion geraten in eine Art Wirbel und bedingen einander in kaum noch voneinander zu unterscheidender Weise.
2014  Nikola Lutz - brax / GraphicSound V

brax besteht aus einer Sammlung von 24 Blättern, die nach Fotografien von Instrumentendetails von Bratsche und Sopransaxofon entstanden sind. Visuell fokussiert brax die Thematisierung der Raumdiagonalen und deren Begegnung mit parallel zum Format verlaufenden Strukturen. brax ist ein frei interpretierbares Duo für variable Besetzung.


mp3 - - > brax / GraphicSound V (excerpt)

UA Südseite nachts, Stuttgart 13. Dezember 2014
2013  Rebekka Uhlig - Lines and Dots / GraphicSound IV
Grafische Videokomposiotion für Stimmen, gesetzt in Zeit und Raum.

Komponiert sind ausschließlich Strukturen: Linear und punktuell. Die musikalische Interpretation ist frei improvisiert. In dem Video reiht Rebekka Uhlig ihre Zeichnungen aneinander, überlagert sie, setzt sie in eine zeitliche, rhythmische Struktur. Das grafische Video wird stimmlich interpretiert, die Stimmen zeichnen wiederum Linien und Punkte in den Raum. Die Interpretation entsteht jeden Augenblick neu.

Mit dieser Arbeit verfolgt Rebekka Uhlig mit dem PerformanceChor für Experimentellen Gesang Berlin ihre Spur in der Realisierung von audiovisuellen Ereignissen.

UA mianki. Gallery, Berlin 6. April 2013
Komposition, Chorleitung, Videoproduktion: Rebekka Uhlig ©
2014   Nikola Lutz - GraphicSound III


mp3 - - > GraphicSound III (excerpt)
GraphicSound III

Ist ein Improvisationskonzept mit grafischen Partituren von Nikola Lutz für großes Ensemble. Durch die zeichenhaften aber nicht eindeutig kodierten Grafiken entsteht eine Fokussierung auf ein offen definiertes Material, das die improvisatorische Entwicklung von Musik kanalisiert ohne sie zu determinieren. Aus den einzelnen Grafiken entsteht eine formal variable Partitur, sie bilden eine gleichformatige Sammlung halbtransparenter Folien, die immer wieder neu zusammengestellt und überlagert werden können. Die hierarchiefreie Gleichzeitigkeit visueller und akustischer Wahrnehmung wird zur formenden Kraft für das Stück. GraphicSound III führt Musiker und Zuhörer ins Grenzfeld von Kontrolliertem und völlig Freiem.

2007   Nikola Lutz / Rebekka Uhlig - GraphicSound II


mp3 - - > GraphicSound II (excerpt)
GraphicSound II

Rebekka Uhlig's grafikustische Artikulation & Linako's Ideogrammophon meet John Cage's Sixty-Two Mesostics Re Merce Cunningham

Rebekka Uhlig - Konzeption, Stimme
Nikola Lutz - Konzeption, Stimme, Turntable, Laptop

Sixty-Two Mesostics ist eine Arbeit von John Cage von 1971. Es handelt sich dabei um bildhaft gestaltete Wortkompositionen. In GraficSound II nähern sich Nikola Lutz und Rebekka Uhlig mit ihren eigenen musikalischen Methoden der Cage'schen Komposition, durchkreuzen und bearbeiten sie, und begegnen so mit ihrer aktuellen Auffassung von audiovisueller Kunst dem Zeitgeist der 70er Jahre.

2006   Nikola Lutz / Rebekka Uhlig - GraphicSound I
GraphicSound I
Linako's Ideogrammophon meets Rebekka Uhlig's grafikustische Artikulation

Ausstellung und Konzert

Rebekka Uhlig - Grafik, Stimme
Nikola Lutz - Grafik, Saxophon, Turntables

Das Projekt GraphicSound I führt akustische und visuelle Wahrnehmungsebenen zusammen.
Wie reagiert die improvisierte Musik auf die Wahrnehmung grafischer Phänomene, wie verändert der Klang unsere Wahrnehmung von Bildern? Nikola Lutz und Rebekka Uhlig haben je ca. 50 Grafiken geschaffen, zeichenhafte Auseinandersetzung mit der Grenze zwischen Bild und Schrift. Die Grafiken sind auf halbtransparenter Folie, so dass sie übereinander gelegt werden können, wodurch neue temporäre Grafiken entstehen. Diese Flüchtigkeit der Erscheinung findet ihre Entsprechung in der improvisierten Musik.
In einem Konzert interpretieren beide Musikerinnen, gemeinsam improvisierend die durch die spontane Zusammenstellung immer neu entstehenden grafischen Partituren: Nikola Lutz mit experimentellen Klängen des Saxofons sowie ihres Ideogrammophons, Rebekka Uhlig mit experimentellem Gesang. Die Partituren sind als Videoprojektion für den Zuschauer zu sehen.

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